Klassen
Regelmäßig fahren unsere Schüler auf Klassen- oder StudienfahrtenHier Beispiele aus den letzten Jahren (Skilager und Schulwaldheim Steinmühle): Skilager vom 24.02. bis 03.03.2012"Der Berg ruft!", hieß der allmorgendlich Schlachtruf der angehenden Skifahrer des traditionellen Skilagers, das dieses Jahr wieder vom 24.02. bis zum 03.03. stattfand. Zusammen mit Schülern aus Güstrow und Rostocker machten wir 6 Tage lang die Piste unsicher. Doch zu allererst stand die lange Reise durch ganz Deutschland bis ins 1038 km entfernte Österreich an. Am Freitagabend (24.02.) starteten wir an der Bushaltestelle unserer Schule. Besonders Skineulinge staunten als Flachländer über die hohen Gipfel der Alpen. Am 25.02. erreichten wir dann um 7 Uhr morgens den Ertlhof in Seeboden, der unsere Unterkunft für die nächste Woche werden sollte. Leider konnten wir die Zimmer des Hotels noch nicht gleich beziehen und waren, aufgrund der meist schlaflosen Fahrt, ziemlich am Boden. Doch die Stunden der Wartezeit wurden mit Gesprächen und gelegentlichen Witzen aufgeheitert und unversehens durch die strenge Belehrung der Hotelbesitzerin Ingrid Ertl unterbrochen. Die Zimmer machten dann aber alles wett. Endlich gab es mal eine tolle Unterkunft auf einer Klassenfahrt. So wurde der erste Tag zum Entspannen und Ausruhen genutzt und auch bald ein Ersatz für die heimischen Supermärkte gefunden. Ohne Skier und Ausrüstung konnte es nicht auf die Piste gehen und somit gab es noch am selbigen Tag die Skiausrüstung vom Sporthochkönig Thane. Am nächsten Tag ging es endlich auf die Piste. Eingeübte Profis sowie blutige Anfänger begaben sich gemeinsam auf die 1,6 km hohe Mittelstation des Bergs Goldeck. Zur Eröffnung fand eine Erwärmung für alle statt, die mit dem Ausruf "Der Berg ruft!" und dreimaligen "Schifoarn" (öster. für Skifahren) beendigt wurde. Kurz darauf standen alle auf den Skiern und fuhren den ersten Berg hinunter, was bei den meisten Anfängern mit leichten Stürzen endete. Schnell wurden die Leute in verschiedene Leistungsgruppen eingeteilt und die Schüler aus Bützows, Güstrows und Rostocks bekamen erstmals die Chance sich kennenzulernen. Bald schon wussten die Profis die Anfängerpisten einzuschätzen und sehnten sich nach mehr Herausforderungen, die sie auf den höher gelegenen Pisten auf 2,1 km fanden. Die Anfänger hingegen waren erst dabei die Herausforderungen des Bremsens zu meistern, was des Öfteren auch in einem Sturz endete. Aber schnell konnten auch einige Anfänger in höhere Leistungsgruppen aufsteigen. Somit wurde der erste Tag hauptsächlich zum Erkunden der Pisten und Einübung ins Skifahren für die Anfänger genutzt. Im Hotel angekommen waren dann alle erschöpft. Am 3. Tag war für alle Sicherheit das Gebot der Stunde. Denn Herr Nicolai vertraute der Statistik, die besagt, dass die häufigsten Unfälle beim Skifahren am 3. Tag stattfinden. Deshalb blieben die Anfänger weiterhin unten auf der Mittelstation, während die erfahreneren Skifahrer erst ab Mittag die Bergspitze verlassen mussten. So wurden die Tage für alle Skifahrer im orangenen Leibchen erfolgreich. Am 4. Tag kamen dann alle auf die Bergspitze. Jeder bekam die Chance die lange und für Anfänger ungewohnte Piste zum Sessellift "Bärnbiss" zu erproben. Einige Stürze waren auch dabei, als der Versuch gestartet wurde alle 70 Schüler gleichzeitig in einer Reihe den Berg runterfahren zu lassen. Doch alles blieb im Rahmen und wurde dank der "professionellen" Kameraarbeit unserer Leute zu einem unvergesslichen Erlebnis. Zum Nachmittag hin verschlechterte sich die Situation der Piste und es wurde für alle zunehmend anstrengender die Piste zu meistern. Der Schnee wurde nasser und das Bremsen war schwierig bei dem sogenannten "Knochenbrecherschnee". Leider blieb es so bis zu letzten Tag. Jeder der wollte, bekam an diesem Tag die Chance seine Leistungen kontrollieren zu lassen und gute Noten für den Sportunterricht zu erreichen. Gebührend geehrt wurde unser Skilager dann am Freitagabend mit einem Abschlussprogramm. Jedes Zimmer bereitete einen kleinen Beitrag vor. Im Programm waren ein kleines Rollenspiel, das vom Publikum gespielt wurde, ein Gedicht, das das Skilager zusammenfasste und auch einige Arbeiten mit aufgenommen Fotos und Videos. Das Skilager 2012 war ein großer Erfolg. Jeder kam gesund und heil ans Ziel und am Ende konnte jeder sagen, dass er Skifahren kann. Zusammen mit den Güstrowern und Rostockern hatten wir eine tolle Woche mit viel Spaß und Lachen. Zu guter Letzt möchten wir uns noch bei Herrn Nicolai und Frau Beck danken, die ein tolles Skilager für uns ermöglicht und alles organisiert bzw. uns auf der Piste begleitet haben. Einen weiteren Dank auch an Frau Tesch-Nicolai und Frau Purat, die ebenso für uns als Betreuer agierten. In diesem Sinne ein letztes Mal: Der Berg ruft! (Artikel von Paul H.) Skilager vom 24.02. bis 04.03.2011Schnee, Schnee und noch mehr Schnee, so waren die ersten Eindrücke, als die "Ostseebobos" das erste Mal den Mölltaler Gletscher und sein faszinierendes großes Skigebiet live erleben durften. 6 Tage Skifahren mit unzähligen schönen und lustigen Erlebnissen warteten auf die gymnasialen Schüler aus Bützow und Kühlungsborn.
Schon im Reisebus wurde kräftig für gute Skilaune gesorgt. Als das Lied des Maskottchens "Bobo" lief, waren auch die letzten Schlafmützen von der langen Nacht im Bus erwacht. Nach einer sehr entspannten und ruhigen Fahrt hieß es im Hotel erstmal frühstücken und Betten beziehen. Danach ging es gleich weiter zum Skiverleih. Dort wurden alle Schüler mit perfektem Skimaterial ausgestattet. Doch schon hier lauerten kleine Herausforderungen, wie z. B. das Anziehen eines Skischuhes, welche jedoch jeder meistern konnte. Am Abend folgte eine allgemeine Einweisung und wir erhielten sehr genaue und wichtige Information über das richtige Verhalten auf der Skipiste.
Der anschließende Tag war dann der erste von sechs, an denen die Ostseebobos von 9 Uhr bis 16 Uhr ihre Zeit am Mölltaler Gletscher verbrachten. Jeder hatte mittags eine Stunde, je nach Belastung auch mal 1,5 h Mittagspause am Panorama Restaurant "Eissee" mit großer Sonnenterrasse. Hier bekamen wir umsonst eine warme Vorspeise und das sehr leckere Hauptgericht der österreichischen Küche. Danach hieß es gestärkt bis 16 Uhr noch weiter fleißig Skifahren. Die Anfänger übten mit den Lehrern auf dem Bobo-Hügel. Die guten Skifahrer waren mit den erfahrenen Referendaren unterwegs auf der Piste.
Am Mittwochabend sorgten die Lehrer für den absoluten Spaßfaktor, indem sie für alle Ostseebobos das Nachtrodeln organisierten. Zweimal 3,5 km Schlittenfahrt, ob alleine oder zu zweit, sorgten vor allem durch Dunkelheit und jede Menge Kurven für gute Laune und reichlich Abwechslung. Am sechsten und letzten Skitag ließen wir ein erfolgreiches Skilager mit dem Highlight "Skirallye" ausklingen. Zuerst wurden am Vorabend den sechs Gruppenleitern (Schüler, die sich bestens mit dem Skigebiet auskannten), die übrigen Ostseebobos per Los zugeteilt. Ab jetzt war Kreativität, Allgemeinwissen, sportliche Aktivität und Teamgeist gefragt. Am Abend sollte man sich Kostüme basteln, einen coolen Schlachtruf ausdenken und der Gruppe einen Namen geben und am Tag der Entscheidung auf dem Gletscher, in einer von fünf Stationen zum Beispiel Fragen beantworten, wie: "Wie heißen die zwei Gletscherexpresse, die uns zum Gletscher bringen?", oder "Wie heißt der höchste Berg in diesem Skigebiet?".
Zum Abschluss konnten alle nach sechs Tagen richtig gut Skifahren. Jeder hatte zudem sechs Tage Zeit, um die herrliche Landschaft zu genießen, plus die fantastischen Bilder vom Schareck aus auf die Alpen bei tiefblauem Himmel und Sonnenschein in seinem Gedächtnis zu speichern.
![]() ![]() Interessante Woche im Schulwaldheim SteinmühleSchon viele Jahre fahren Schüler unserer Schule ins Schulwaldheim Steinmühle und immer kommen Lehrer und Schüler begeistert von dort zurück. Der erste TagUnsere Reise begann am 07.03.2011 in Bützow. Mit der Bahn sind wir über Güstrow bis nach Neustrelitz gefahren. Dann war umsteigen in den Linienbus nach Bergfeld angesagt. Von dort wurden unsere Koffer, Taschen und Rucksäcke abgeholt und wir durften zum ersten Mal in dieser Woche wandern. Der Wind war kalt und wehte uns so ins Ohr, dass Roxy und Jette auf die Idee kamen, sich wie eine Oma das Tuch um den Kopf zu machen. Im Schulwaldheim angekommen, sahen wir, dass wir mitten im Wald an einem See die nächsten Tage verbringen werden. Wir konnten sofort auf die Zimmer. Sie waren zwar nicht sehr groß, aber trotzdem schön. Jetzt hieß es Sachen auspacken, Betten beziehen und die Zimmer individuell einrichten. Anschließend durften wir erstmals das leckere Mittagessen kosten. Nach dem Mittag sind wir eine Etage höher gegangen, um unsere Woche zu planen.
Danach erkundeten wir das riesige Gelände des Schulwaldheimes mit seinen vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten.
Es stand fest, dass wir noch am selben Tag eine Waldolympiade machen, aber keiner wusste, worum es dort geht. Also waren wir angespannt und wollten wissen, was wir nun machen werden. Unsere Klasse wurde in gemischte Gruppen eingeteilt. Jeweils Junge und Mädchen wurden abwechselnd ausgewählt. Jede Gruppe erhielt eine Karte, damit die Gruppe zur richtigen Station gelangt. Der zweite TagUnser Thema am Vormittag "Nationalpark - was ist das?" zeigte uns die biologische Vielfalt, natürliche Prozesse und Kreisläufe in der Natur auf sehr anschauliche Art und Weise. Egal ob Totholz, Biberbissstellen oder auch nur laut krachendes Eis - es gab viel zu beobachten, zu fühlen und zu hören. Die Klasse wurde morgens in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe ging mit Katja und die andere Gruppe mit Claus in den Wald. Aber nicht nur einfach so, sondern zuerst eine Strecke mit verbundenen Augen. Das war ungewohnt und die anderen Sinnesorgane (außer Augen) wurden verstärkt eingesetzt. Am Ende des Rundgangs hatten wir unser Wissen um einige Dinge erweitert. Jeder wusste anschließend was ein Nationalpark ist, wie groß der Müritz-Nationalpark ist und viele weitere interessante Dinge zur Tier- und Pflanzenwelt im Nationalpark. Wieder "Zuhause" angekommen, waren wir alle erschöpft und konnten uns beim Mittagessen stärken. Später gingen wir noch nach Bergfeld zum Kiosk und dann war auch der Tag fast geschafft. Nach dem Abendbrot haben wir uns den Film "Die Kinder des Monsieur Mathieu" angesehen. Der dritte TagWir blieben auch am Mittwoch in unseren Gruppen. Die eine Gruppe durfte mit Claus Fahrrad fahren und die andere Gruppe mit Katja die Moore untersuchen. Beide Veranstaltungen waren wieder sehr interessant und lehrreich. Am Nachmittag war Freizeit angesagt, jeder durfte tun und lassen was er wollte. Viele haben weitergebastelt, Fußball gespielt oder einfach nur getobt oder abgehangen. Das Verhältnis zwischen Freizeit und den Programmen war sehr ausgewogen. Vor allen die kleineren Spiele, die Katja und Claus mit uns gespielt haben, brachten Abwechslung rein. Ich kann mich noch an ein Spiel erinnern, welches das Orientieren der Fledermaus erklären sollte (die sich bekanntlich nach Ultraschallwellen richtet), es war (um ehrlich zu sein) einfach mal so richtig bescheuert, aber auch ziemlich lustig! *Motti-Motti, Fledi-Fledi* spielten wir vor der Dämmerungswanderung. Deshalb wurde heute etwas früher gegessen. Am Abend wurde es spannend. Es stand die Dämmerungswanderung auf unserem Plan. Die Geräusche wirken nachts im Wald viel lauter als am Tag. Das machte die ganze Sache gruseliger als gedacht, es flossen sogar ein paar Tränen. Denn der Schreck war groß, wenn man mit mal einen Tannenzweig ins Gesicht bekam. Als sich alle wieder beruhigt hatten, ging auch dieser Tag zu Ende und wir fielen müde in die Betten. Der vierte TagAn diesem Tag wurden die Gruppen getauscht. Jetzt fuhr die andere Gruppe in den Wald und lernt viel zur Waldgeschichte. Wir starteten bei bestem Wetter in Steinmühle. Während unserer Tour kamen wir an der Schmiede in Bergfeld vorbei, standen am höchsten Punkt im Müritz-Nationalpark (ca. 140 m) und kamen an einem Schleusentor vorbei. Die verschiedenen Berufe wie Schmied oder Köhler wurden anschaulich erklärt. Aber auch ältere Kiefernbestände, bei denen zum Teil die Rinde entfernt und ein abwärts weisendes "Fischgrätenmuster" in das Holz des Stammes geschnitten wurde, konnten wir betrachten. Wir durften sogar selber probieren, solche Rillen zu ziehen. Dabei merkten wir, wie anstrengend diese Arbeit zur Harzgewinnung war. Im Moor lernten wir die Unterschiede zwischen Moorerde und normaler Erde sowie Moorwasser und Leitungswasser kennen. Gummistiefel und Seil waren auf dieser Wanderung noch sehr wichtig. Mit einem Seil gesichert, durften die Mutigen unter uns sogar ins Moor gehen und so den Untergrund fühlen. Wichtig war bei diesem Rundgang auch wieder die Tier- und Pflanzenwelt im Moor. Unsere Gruppe konnte z. B. Kraniche beobachten. Zum Schluss durfte jeder noch eine Moorgeschichte schreiben.
Hatte man den Zettel mit der entsprechenden Zahl gefunden, dann befand sich auf der Rückseite ein Begriff. Diesen musste man sich merken und ihn dann Claus, Katja, Kerstin oder Ines sagen. Dementsprechend galt es nämlich eine Frage zu beantworten und erneut zu würfeln. Wurde die Frage richtig beantwortet wurde die Augenzahl dazu addiert. War die Antwort falsch, dann wurden die Punkte abgezogen. Die neue Zahl musste anschließend wieder gesucht werden. So entstand wirklich Chaos, denn jeder lief umher, suchte etwas bzw. wollte sein Lösungswort ansagen (wozu wieder die gesamte Gruppe zusammenkommen musste). Sieger war die Gruppe, die zuerst 54 Punkte erreichte. Und wie immer gab es ein leckeres Abendessen! Am Abend machten wir ein großes Lagerfeuer. Einige Jungs hatten dafür am Nachmittag fleißig Holz gesammelt. Am Lagerfeuer wurde erzählt, gesungen und getanzt.
![]() Als Höhepunkt wurden unsere grusligen Moorgeschichten vorgelesen und die Geschichte vom Bröselmann erzählt, die viele sehr gruselig fanden. Autor der Geschichte war Jette. Der letzte TagLeider hieß es heute schon wieder Koffer und Taschen packen, Zimmer aufräumen und Abschied nehmen. Nach dem Mittagessen ging es dann nach der Verabschiedung wieder durch Wandern, Bus und Zug fahren zurück nach Bützow. Zu Hause konnte jeder viel berichten. Die Betreuer waren klasse und einer der Faktoren, die die Klassenfahrt ausgemacht haben. Sie haben ihren Beruf ernst genommen und waren für fünf Tage nicht nur Lehrer. Man konnte in Steinmühle immer etwas unternehmen, von Tischkicker bis einfach in der Hängematte liegen und sich sonnen, war fast alles möglich (nur leider konnten wir kein Boot fahren, denn der See war noch zugefroren). Die Gegend (durch die Eiszeit geprägt) war atemberaubend, ich erinner mich immer noch an den schönen Anblick der Fischtreppe, den großen weißen Stuhl (den wir auf provokant weißen Kackpott nannten), den steilen Abhängen an denen hohe Buchen in den Himmel ragten und den zugefrorenen Teichen, Tümpeln und Seen und deren knacken, was sich wie Stimmen anhörte (was abends schon ein bisschen unheimlich klang). Für diese gelungene Woche möchten wir uns bei unseren Lehrerinnen sowie auch recht herzlich bei den Betreuern, Küchenfrauen und beim Hausmeister des Waldschulheimes Steinmühle bedanken. |
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